Newsmeldung

25.05.2009
ralf kowalski
autor: 
kin.destatement - Nachsanierung am Ith
Von Uwe Lewandowski erhielt ich folgende Mail zum Thema Absicherung und Nachsanierung am Ith. Da der Ruf nach mehr Haken des öfteren zu vernehmen ist, veröffentliche ich daher mit Erlaubnis des Autors folgendes Statement:

Ich war am Wochenende das erste mal im zum Klettern im Ith und fand es ein wenig befremdlich wieviele Kletterer dort Topropen.
Nach näherem hinsehen allerdings verständlich, da selbst in den leichteren Routen bis zum 6ten Grad derartig wenige Haken, vor allem erst in recht luftiger Höhe angebracht sind.
Da auch häufig keine vernünftigen Möglichkeiten bestehen selbst Sicherungen zu legen macht es das Erkunden einer Route - von unten - bei "normaler" Risikobereitschaft eigentlich unmöglich.
Daraufhin habe ich mich mit Euerm Kletterführer etwas mehr auseinandergesetzt und stolpere ein wenig über Eure Neuhakenphilosophie. Die im Gewissen Rahmen verständlich ist, meiner Meinung nach aber ein wenig überdacht werden sollte, da ich finde das es wichtiger ist auch ohne die Route vorher durch besagtes Topropen zu erlernen einen Einstieg bei begrenztem Risiko zu wagen (dadurch, das der erste Haken , oder die Möglichkeit selber eine Sicherung zu legen vielleicht im Spottbarem Bereich liegt etc.).
Dies würde meiner Meinung nach viele Vorteile für ein ohnehin erschlossenes Gebiet geben:
  • Das von oben ab oder einseilen würde nachlassen, Felsköpfe, oder Balkone würden nicht mehr so häufig begangen.
  • Die Kletterdichte an den ganz leichten Routen würde nachlassen und sich mehr auf das Gebiet verteilen.
  • Verletzungen und somit der Einsatz von Feuerwehr und Ärzten etc vor allem an Wochenende würde nachlassen. Was den Männern und Frauen gegenüber nur fair wäre.
  • Die Umlenker würden geschohnt. Ich habe niemanden gesehen, der eigene Karabiner etc zum Topropen genutzt hat. Usw.
Ebendso finde ich, das Erstbegeher egal wie die Route "erarbeitet oder Erstbegangen" wurde nicht Alleine die Entscheidung der Hakensetzung etc- treffen sollten. Da in Klettergebieten immer viel Verantwortung der Natur und den Mitnutzern gegenüber zu gelten hat.
Ihre Aussage das eine Solobegehung über einer jeglichen andersartigen Begehung steht, verstehe ich so das es auf Neutouren bezogen ist.
Dies ist verständlich , und nachvollziebar , wenn die Route on sight begangen wird. wenn allerdings durch Topropen auswendig gelernt ist dies bedeutungslos.
Bei bestehenden Routen verhält es sich ähnlich , wenn ein Sologänger den vorhandenen Haken als Rettungsanker sieht, ist er Psychisch nicht stabil genug, um diese Aufgabe zu bewältigen. Was allerdings auch bedeutet, das ein Sologänger bei seinem Versuch oder auch Scheitern auf jegliche Spontane Hilfe von Außen verzichtet.

Mit besten Grüßen
Uwe Lewandowski
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