Newsmeldung

24.06.2009
ralf kowalski
autor: 
kin.departy - Sommersonnenwende in Löbejün
Mathias Weck war mit einigen anderen nach Halle gereist, um ein wenig zu feiern. Er war so freundlich ein paar Zeilen darüber zu schreiben.

Nach dem NSG-Selter Treffen und der Haken Diskussion im Escaldrome / Blockwerk in Hannover konnte ich Markus Hutter zu einem Abstecher zum Sommersonnenwendenfest (was für ein Wort) in Löbejün überreden. Der Name klang in unseren Ohren eher nach einem verträumten Dorf in Schweden. Verträumt trifft auf jeden Fall zu, so weit wie nach Schweden war es aber dann nicht: von Hannover über Magdeburg ging es Richtung Halle in weniger als 2 Std. (ca. 200km).
Als wir eintrafen kam gerade die Sonne wieder durch und wir konnten uns, nachdem wir für unseren VW Bus ein ebenes Plätzchen für die Nacht gefunden hatten, gleich zum Kessel des Steinbruches begeben. Der Blick von der Abbruchkante hinunter in den Kessel war beeindruckend: bis zu 40m hohe Kanten und Wände und mittendrin eine kleine Zeltstadt auf der grünen Wiese. Und natürlich die Veranstaltungsbühne, von der uns bereits chillige Musikklänge entgegenschallten, die in dem Steinbruch schon am Nachmittag eine Partyatmosphäre erzeugten.
Das Gestein ist zwar wohl vulkanischen Ursprungs, die vielen kleinen Kristalle machen es aber extrem rau und es fühlt sich wie Granit an. An dem ausgerufenen Kletterwettkampf, der unter dem Motto "Yosemite Day" stand und bei dem möglichst viele Klettermeter gemacht werden sollten, beteiligten wir uns nicht. Allerdings erinnerte mich die Kletterei durchaus stellenweise ans Yosemite und machte uns einen Höllenspaß.
Wir waren sogar noch am Klettern, als Peter Brunnert seine Lesung begann. Da alles klar und deutlich oben am Fels zu verstehen war, kam es wie es kommen musste: bei einer Pointe kippte ich vor Lachen aus der Wand. Da es schon spät war, waren wir denn auch zu faul noch selber den Grill anzuschmeißen und griffen auf die angebotenen Würste und Schnitzel zurück. Die Preise waren mehr als fair: die Bratwurst gab es schon für 1,- EUR, das Steak für 2,- EUR. Dann sollte das Vostochny Front Orchestra spielen. Allerdings hatte man das Gefühl, das das stimmen der Instrumente länger dauerte als das eigentliche Konzert. Dem Publikum wurde dann aber ordentlich eingeheizt und es wurde wild getanzt. Als aber die nächste Band wieder mit einem Instrumenten Stimmmarathon anfing, gingen wir gegen 2.00 Uhr schlafen und hörten den Beginn des Konzertes nur noch von ferne. Dafür konnten wir aber im Gegensatz zu einigen anderen Partywütigen noch einen weiteren Klettertag genießen und mussten diesen nicht liegend auf der Wiese verbringen.
Resümee: wir werden wieder nach Löbejün fahren, auch mal ohne die Party als Anlass, so gut hat es uns gefallen.
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