Newsmeldung

12.03.2010
kathrin krüger
autor: 
kin.dewettkampf - Hard-Moves Finale
hard moves Am 6. März war es soweit, Wuppertal hatte zum Teamwettkampf geladen, der „Scarpa Hardmoves Boulderleague". Nachdem deutschlandweit 10 Kletterhallen in einer gut vierwöchigen Qualifikationsrunde jeweils Ihre 10 besten Boulderer aus insgesamt 1.065 Teilnehmern ermittelt hatten, kämpften die 100 ausgewählten Teilnehmerinnen innerhalb von fünf Stunden um den Einzug ins Superfinale. Dabei galt es für die Gruppen, bestehend aus 3 Mädels und 7 Jungs, möglichst viele der abwechslungsreich geschraubten 40 Qualifikationsboulder zu bewältigen, entscheidend für den Erfolg war die Gesamtstärke des Teams.

Gegen 19:30 Uhr wurden die vier Finalisten verkündet, die Spannung in der Halle war merklich spürbar, als nacheinander Köln, Hannover, Zweibrücken und Wuppertal auserkoren wurden. Im Finale traten je vier „Endgegner“ der einzelnen Hallen gegeneinander an, hübsch gekleidet in einheitlichen Shirts, farblich nach Hallen sortiert - es galt sechs Boulder zu meistern, die im Vorfeld untereinander aufgeteilt werden mussten.

Die Stimmung war grandios und die Lautstärke war kaum zu übertrumpfen, als einer der Kölner Endgegner als einziger den zweiten Finalboulder noch nicht bezwungen hatte. Vom Getöse wurde er nahezu zum Top getragen. Der dritte Boulder hatte es in sich, das Balance-Geschiebe über die Wand konnte niemand zur Gänze lösen.

Der vierte Boulder war eine Art Strickleiter-Hangel-Boulder und konnte sogar in losem Schuhwerk bezwungen werden, vorausgesetzt es konnte noch ausreichend Kraft in den Armen mobilisiert werden. Eine besondere Showeinlage bot der Endgegner aus Hannover, der an einer der Schikanen einen Krampf in der Hand hatte und einarmig hängend die gekrampfte Hand massieren ließ. Im nächsten Versuch konnte er, getragen vom jubelnden Publikum die baumelnde Kugel, die den Top des Boulders bildete, locker erhangeln.

Der fünfte Boulder konnte von keinem der Teams durchgestiegen werden. Mit dem sechsten Boulder besiegelte Wuppertal den Sieg vor Hannover, Zweibrücken und Köln. Der Pokal, bestehend aus einem üppigen Stück Plastikfels, wurde den strahlenden Siegern übergeben, zusammen mit den großzügigen Preisgeldern für die drei bestplatzierten Teams. Im Anschluss durfte bei 100 Litern Freibier gefeiert werden – ein rundherum gelungener Tag - Wiederholung erwünscht!

Als kleinen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass ein etwas neutralerer Punktrichter wünschenswert gewesen wäre und für das nächste Mal die anerkannten Regeln des Klettersports als Grundlage für die Bewertung herangezogen werden sollten (….es muss nicht jeder Griff auf dem Weg zum Top gegriffen werden….).

Nichtsdestotrotz ist Wuppertal verdienter Sieger dieses gelungenen Wettkampfs!
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