Newsmeldung

12.08.2010
clemens firnenburg
autor: 
kin.dewettkampf - DJM Bouldern Überlingen 2010
Norddeutsche Treppchenplätze und weitere gute Platzierungen

Trotz einiger organisatorischer Probleme für den DAV bei wechselhaftem Wetter und so kurz nach dem Boulderweltcupfinale in München (die Qualifikationsrunde wurde kurzerhand gestrichen, es gab nur ungenügende Einklettermöglichkeiten und keinen Regenschutz an den Wettkampfwänden) zog die Deutsche Jugendmeisterschaft Bouldern 2010 als Feiluftveranstaltung vor der schönen Kulisse des Bodensees auf der Uferpromenade in Überlingen am letzten Wochenende viele Zuschauer in den Bann. Aufgrund der enormen Größenunterschiede im Teilnehmerfeld zwischen 1,35 m und fast 2 m und ihrer Vorliebe gemäß hatte sich das Schrauberteam um die Bindhammer-Brüder für 5 vorwiegend kleinleistige Finalprobleme entschieden, die einiges an Geschiebe, statisch betonter Kletterei und viel Fingerstrom erforderten.
Dass David Firnenburg bei der männlichen Jugend B mit um den Titel klettern würde, war zu erwarten gewesen. Durch eine Unkonzentriertheit am 3. Finalboulder wurde er mit einem Topversuch mehr jedoch knapp von dem neuen Deutschen Meister Joachim Tensing (Coburg) geschlagen. David nahm es gelassen, galt seine Trainingsvorbereitung doch ausschließlich dem EYS Lead am kommenden Wochenende in Wien. Dass sein Bruder Ruben bei seinem ersten nationalen Wettkampf als einer der Jüngsten im Feld mit dem 3. Platz gleich aufs Podium der Jugend B klettern konnte, war dann doch eine Überraschung. Sichtlich stolz nahm er bei der Siegerehrung seinen Pokal entgegen. Felix Leuoth schätzte seinen starken 5. Platz bei den Junioren so ein, dass er sich nur einem sehr guten Konkurrentenfeld mit Maximilian Porscha (Schwaben) an der Spitze beugen musste.
Felix kann nach seiner diesjährigen starken Performance und nach seinem bereits 3. Platz im Bouldern bei der Jugend A im vergangenen Jahr auch für das nächste Jahr als dann älterer Jahrgang bei den Junioren ganz optimistisch sein, wieder eine Platzierung auf dem Treppchen zu erreichen. Lena Herrmann mit einem 9. und Maja Zajonc mit einem 11. Platz bei der weiblichen Jugend A hatten sich zwar unmittelbar nach ihrer Präsentation vom Bauchgefühl her noch etwas weiter vorne erhofft, zeigten sich anschließend angesichts hervorragender Leistungen um Chiara Clostermann (Ringsee) als neuer Deutscher Meisterin bei den A-Mädchen jedoch nicht unzufrieden mit ihren Ergebnissen.
Alle 5 diesjährigen norddeutschen TeilnehmerInnen kommen aus dem Alpinclub Hannover und verweisen einmal mehr auf die dortige sehr erfolgreiche Jugendarbeit. Angesichts auch einiger guter Platzierungen aus anderen Sektionen bei der diesjährigen norddeutschen Jugendbouldermeisterschaft könnte im nächsten Jahr beim nationalen Boulderwettbewerb, zumal wenn er, wie im Gespräch, dann für die Jugend erstmals als Serie ausgetragen werden sollte, das Teilnehmerfeld ruhig etwas breiter aus den norddeutschen Sektionen aufgestellt sein. Es besteht nach wie vor ein großes Gefälle zwischen den Teilnehmerzahlen aus Norddeutschland und beispielsweise aus Süddeutschland. Was die Leistungen angeht, brauchen sich die Nordlichter, wie zu sehen, aber nicht zu verstecken.

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