Newsmeldung

14.05.2013
ralf gensch
autor: 
kin.deumwelt - Landebahn
landebahn

Aufgemerkt!

Der letzte Besuch im Langensteiner Bouldergebiet am 24. April konfrontierte mich mit einem Problem, welches erneuter und besonderer Aufmerksamkeit bedarf!
Wir alle (sollten) wissen, wie man sich beim Klettern und Bouldern verhält, für Neulinge wurde extra der Boulderappell ins Leben gerufen. Die dort formulierten Regeln können nur dann eine Grundlage für das Bouldern in freier Natur sein, wenn sich möglichst jeder daran hält und nebenbei auch andere darauf anspricht.
Dieses Prinzip wurde in Langenstein mit Füßen getreten. An verschiedenen Bouldern war eine riesige Anzahl von dicken Tickmarks zu sehen. Es wurde massiv mit einem Stück Chalk jeder nur erdenkliche Griff und Tritt markiert. Wenn auch Tickmarks manchmal nützlich sind, so sind sie generell wieder zu entfernen.
Die Art und Weise erschüttert mich zusätzlich, denn wer in diesen Graden klettert (es waren u.a. zwei 7er Boulder betroffen) sollte in der Lage sein, Startgriffe, Griffe in Augenhöhe und definitive Kellen zu erkennen. Und wer auf einer Reibung, die Kinder mit Turnschuhen klettern, auf einem Meter 5 Tritte markieren muss, der tut mir eigentlich nur noch Leid.

Ich bremse mich hier, meiner Empörung weiter Ausdruck zu verleihen, denn die Sache ist sonnenklar:

Magnesia ist gerade im Sandstein sparsam ein zu setzen und im Anschluss gründlich zu bürsten. Nur so können wir in diesem auch von Einheimischen und Touristen besuchten Gebiet unsere Akzeptanz wahren! Wir verlieren dieses Gebiet, wenn wir dies nicht einsehen. Chalk ist gerade im Ostharz noch ein heikles Thema und die Toleranz dementsprechend noch gering. Wir sollten zeigen, dass der Umgang damit bewusst und naturschonend geschieht.
Jeder, der Boulder in einem so katastrophalen Zustand vorfindet, ist gut beraten auch mal die Spuren anderer zu beseitigen. Denn am Ende ist das Gebiet sonst für beide gesperrt.

Nur zur Information, ich habe alle betroffenen Boulder schon geklettert und auch andere drin gesehen. Auch war ich schon in genügend anderen Gebieten, um zu beurteilen wie krass diese Situation von der im Boulderappell gewünschten abweicht. Kommentiert gern diesen Text, wie seht ihr das?
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