Newsmeldung

25.12.2013
lena herrmann
autor: 
kin.defelskader - Türkei 2013
Lena
Bild: Martin Pötter

Die diesjährige Fahrt des Norddeutschen Felskaders ging in das türkische Klettergebiet Geyik Bayiri nahe Antalya. Erstmals stand nicht das Klettern alleinig im Vordergrund, denn ein Ziel des Kaders ist es, eine Web-Präsenz aufzubauen und dafür nötiges Bildmaterial zu erstellen. Daher lag in der ersten Hälfte des Aufenthaltes der Fokus auf der Fotografie. Man richtete sich nach Licht und Schatten und betrachtete eine Route nach ihrer optischen Ästhetik. Was wir Kletterer zutun hatten, wurde uns vom Fotografen Martin Pötter angesagt. (Der zweite Teil des Trips war gespickt von Hitzewellen und Krankheitsanfällen, also nicht die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Klettertrip).

Da die Frage nach den Inhalten und Zielen des Felskaders berechtigt häufig auftritt, entstand die Idee, die kommende Web-Präsenz mit einem Videoclip zu eröffnen, der hoffentlich eine lückenlose Aufklärung gibt, was unseren Kader betrifft. Der Clip beinhaltet Eindrücke der türkischen Felsen, Natur, sowie Interviews etc. Es geht um den Kerngedanken des Kaders, was sind die Ziele, worum geht es, wie ist das Team strukturiert? Welche Aktionen vollzieht der Kader? Wenn man an einen Felskader denkt, kommt einem schnell der Gedanke der puren Leistungsmessung an Schwierigkeitsgraden in den Sinn. Dies ist jedoch gerade nicht das Hauptaugenmerk. Das darf man jedoch nicht falsch verstehen. Natürlich steht die Leistung im Vordergrund. Aber hinter dem Felsklettern verbirgt sich mehr als nur dem Hinterherjagen einer Zahl. Es geht viel mehr um das Teilen und Vermitteln von Werten und dem Lernen voneinander ohne sich dabei mit anderen zu messen. Eben der pure Felsklettergedanke im Austausch der Generationen.

Da der Kader noch in der Entwicklungsphase zum finalen Konzept ist, ändert sich die Struktur und Mitgliedschaft stetig. Der Felskader lebt von der Disziplin sowie dem Engagement der Mitglieder, wovon auch die Planung und Durchführung der Maßnahmen abhängt. Über die Zukunft darf man also gespannt sein. Eines ist jedoch klar: Der Kader wird sich nicht aufs Sportklettern spezialisieren, denn der Klettersport hat mehr zu bieten.

Lena
Bild: Martin Pötter
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