Newsmeldung

09.10.2015
ruben firnenburg
autor: 
kin.deinitiative - Petzl Junior Rock Camp
ruben

Das Petzl Junior Rock Camp im Frankenjura war für mich eine neue Erfahrung. Es ging diesmal um einige der motiviertesten Jugendlichen aus ganz Deutschland, welche ich als Petzl-Athlet begleiten und unterstützen durfte.

Nach meiner Ankunft am Campingplatz in Morschreuth im Frankenjura fuhren wir als erste Station in die Boulderhalle „Café Kraft“ nach Nürnberg. Jedem Petzl-Athleten wurde eine Gruppe von Jugendlichen zugeteilt, sodass mein Bruder David und ich eine Gruppe von ungefähr 15 Teilnehmern betreuen durften. Insgesamt waren rund 50 Jugendliche mit dabei, welche jeden Tag ein individuelles Programm absolvierten. Im Café Kraft hatten dann die Jungs und Mädels die Chance, ein geleitetes Training mit Patrick Matros und Dicki Korb, die u.a. die Autoren des Trainingsklassikers „Gimme Kraft“ sind, zu bekommen. Die Inhalte waren: Zielsetzungen für Wettkampf und Fels sowie richtiges Aufwärmen und gezieltes Bouldertraining in der Gruppe. Nach einer erholsamen Mittagspause ging es mit einem Kraftzirkel weiter. Wer am Ende noch Energie übrig hatte, konnte selbständig Bouldern und die übrig gebliebenen Probleme versuchen. Am zweiten Tag stand Felsklettern an der Maximilianswand auf dem Programm. Nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde war jedem freigestellt, welche Route sie/er probieren wollte. Neben einfacheren Routen wurden auch Routen bis zum 8. Schwierigkeitsgrad probiert und projektiert. Ich fand es schön zu sehen, wie sich die Mädels und Jungs gegenseitig unterstützt und angefeuert haben.

Noch am Tag zuvor hatten David und ich eigene Trainingserfahrungen weitergegeben. Am Fels konnten wir durch das Vorklettern von schweren Routen im 10. und 11. Schwie-rigkeitsgrad den Kids einen Einblick geben, wie man an seinem persönlichen Limit arbeitet. Aber es ging noch um einiges mehr als nur das Bewältigen von Schwierigkeitsgraden. Durch das kompetente Petzl-Team wurde den Jugendlichen u.a. das Kletterführerlesen und richtige Sichern mit verschiedenen Sicherungsgeräten vermittelt.

Neben dem Klettern in der Halle und am Fels gab es abends ein unterhaltsames Angebot mit Vorträgen, Musik und Kletterfilmen. Ob beim gemeinsamen Abendessen oder dem Zusammensein im Petzl-Zelt, die Stimmung war immer gut. Man konnte sich näher mit allen Beteiligten unterhalten und auch mehr über die Teilnehmer erfahren.

Es ist immer schön, sein eigenes Wissen und seine eigenen Erfahrungen an Andere wei-tergeben zu können. Wenn ich mich ans Klettern in meiner Kindheit zurückerinnere, war es immer eine Bereicherung für mich, von älteren und stärkeren Kletterern zu lernen. Wenn es so etwas wie das Petzl Junior Rock Camp damals schon gegeben hätte, hätten mein Bruder und ich nicht lange gezögert, teilzunehmen. Solch ein vielseitig gestaltetes Programm kenne ich sonst nur noch vom „Treffen junger Bergsteiger“ auf der Burg Hohenstein in der Sächsischen Schweiz, welches aber im Vergleich zum Petzl Junior Rock Camp einen Wettkampf darstellt. Auch wenn ich nicht vom Anfang bis zum Ende dabei sein konnte, hat mir das Petzl Junior Rock Camp viel Freude bereitet und ich würde mich freuen, nächstes Jahr wieder dabei sein zu können.

http://www.firnenburgbrothers.com
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